Ruhig ists in den Medien geworden, rund um unsere Burschen im Tschad. Als großes Abenteuer hatte alles begonnen und man konnte schon den Schlachtruf vernehmen: „Lasst uns gen Süden ziehen und Ruhm ernten“. Man fühlte sich fast ein bisschen in monarchistische Zeiten zurückversetzt, in die Zeit der Kolonien in Afrika.
Seit einigen Tagen hat man den Eindruck, dass die Tschad-Mission totgeschwiegen wird. Was ist passiert? Nun, ich sehe das so: Der Tschad macht in Zeiten, in welchen von Neuwahlen geredet wird, einfach zuviel innenpolitischen Wirbel und könnte, im Falle von Neuwahlen, der momentan federführenden Partei so manch bitteren Beigeschmack einbringen.
Bleibt nur noch die Frage, wie unsere, auf Pfandfinderstärke geschrumpfte, Truppe, eine der effektivsten und kampferfahrendsten Armeen Europas (Frankreich) dort unten unterstützen will.
Dass die „Weissen“ aufgrund der schlimmen Kolonialzeit in Afrika immer noch verhasst sind ist Fakt und die Rebellen werden da zwischen den Uniformen keinen Unterschied machen. Fürchten sollten wir uns eigentlich nicht davor, dass der erste Leichensack zurück in die Heimat kommt, wir sollten uns eher davor fürchten, dass ein österreichischer Soldat in Notwehr einen Afrikaner erschiesst, noch schlimmer, einen muslimischen Afrikaner.
Sollte das passieren, dann werden unsere linken Gutmenschen auf den Plan gerufen und dann wird es heissen: Die bösen rechtsgerichteten christlichen österreichischen Soldaten haben einen armen wehrlosen Afrikaner erschossen. Gott bewahre uns!
Dass die Bevölkerung seitens des Verteidigungsminister für dumm gehalten wird, ist klar. Unsere Black Hawks sind ja auch für den Wüsteneinsatz nicht geeignet, die Amis exerzieren uns deren wüstentauglichkeit ja erst seit einigen Jahren im Irak vor.
Zum Thema Black Hawk… Verehrter Hr. Verteidigungsminister! Jetzt haben wir bei unseren Abfangjägern ja massenhaft Staatsmittel eingespart, wie wärs dann mit mehr Black Hawks von dem ersparten Geld? Die könnten wir wirklich gut gebrauchen (Katastrophenschutz usw.). Aber nein, statt dessen bekommen wir neue, minderwertige Uniformen mit einer Tragedauer von, ich glaube, 5 Monaten. Länger halten die „Fetzen“ ja auch nicht.
Mein Gott, das Bundesheer ist ein Thema, das wirklich viel hergibt.
Nehmen wir doch nur mal die vielen neuen VW Touareg für die Heeres-Führungsriege. Im Wettbewerb standen unter anderem auch der Nissan Pathfinder und der neue Jeep Wrangler, diese wurden jedoch aufgrund mangelnder Heereseigung abgelehnt. HALLO!? Der Jeep und der Nissan sind geländetauglicher als der VW! Der Nissan Navara wird unter anderem auch von der australischen Armee eingesetzt.
Da gibt es dann auch noch eine Heeresvorschrift, welche besagt, dass der Toureg nicht im schweren Gelände gefahren werden darf.
Moment mal! Warum machte VW eigentlich das Rennen? Ich hab da einen Verdacht… War der ehemalige Bundeskanzler Viktor Klima nicht ein hohes Tier im VW-Konzern?
Ich könnte noch stundenlang weiterreferieren, aber mich überkommt beim schreiben gerade ein Gefühl der inneren Leere und Machtlosigkeit. Eiserne Fesseln wickeln sich um mein Herz während ich den Zerfall unserer geliebten Heimat beobachte…
0 Antworten zu „Abenteuerurlaub Tschad – oder, Indiana Darabos und der letzte Kreuzzug“